TSCHÜSS, ALTER HAUPTBAHNHOF – In bessere Zeiten für die Bahn investieren

Tafel im Hauptbahnhof Paderborn erinnert daran, dass im Dezember 70 mit dem Hbf der 25.000 km der BUndesbahngleise elektrifiziert wurde

Seit heute ist der Hauptbahnhof Paderborn geschlossen, zumindest das Hauptgebäude. Es strömte den Charme der fünfziger Jahre aus, sehr karg und funktional und war in den letzten Jahrzehnten deutlich in die Jahre gekommen.

Bis Januar 2022 soll der Abriss bei laufendem Zugverkehr dauern. Stattdessen entsteht ein Intercity-Hotel, in dem in den unteren Etagen ein Reisezentrum betrieben wird. Das ist der Plan, der mit langes Hin- & Hergezerre zwischen der Deutschen Bahn AG, der Stadt und der Bremer AG als Investorin ausgehandelt wurde.  Dann wird hoffentlich auch die Erinnerungsplatte einen neuen Platz findet.

Im Dezember 1970, wer hätte es gewusst, waren mit der Elektrifizierung des Bahnhofes Paderborn 25.000 km auf elektrischen Betrieb umgestellt. So wie damals braucht es im Zugverkehr einen großen Sprung nach vorwärts. Für uns Grüne ist die Bahn das Rückgrat einer nachhaltigen Mobilitätswende.

Nach den -Autobahnwahnjahren der CSU-Verkehrsminister Peter Ramsauer, Alexander Dobrindt und Andreas Scheuer, gipfelnd in dem jüngsten milliardenschweren Maut-Skandal wollen wir Grünen eine Mobilitätswende und dabei den Bahnverkehr substantiell ausbauen. Es gilt auch im ländlichen Räumen in größerem Umfang Anschlüsse an das Schienennetz zu reaktivieren. Stichwort im Paderborner Land heißt Almetalbahn. Die Bahnhöfe wollen wir zu modernen Mobilitätsstationen aufwerten und die Kombination von Fahrrad und öffentlichem Verkehr stark verbessern. Da passt ein neuer Hbf in Paderborn gut ins Bild.

Wobei – bei aller Freude über den Neubau des Hauptbahnhofes – die Paderborner Planungen für die Verkehrsführung deutlich stärker am Radverkehr orientiert werden müssen. Den Vorplatz, wie wir ihn heute kennen, wird es nicht mehr geben. Der Hotelneubau ragt dicht an die Bahnhofstraße dran. Aber da wird die grüne Ratsfraktion Druck machen, damit Radverkehr, Fußgänger*innen und Busse ausreichend Raum bekommen.

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